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Truant translates Titansgrave … badly?

Fantasy Age LogoIm Netz kursiert seit gestern eine Leseprobe des von Truant Spiele auf Deutsch übersetzten FantasyAGE-Systems, das von Wil Wheatons Titansgrave-Runde her bekannt sein könnte.

Im Netz kursieren aber genauso sprachliche Analysen derselben, die der Übersetzung zahlreiche Mängel ankreiden. Diese lassen sich größtenteils den Rubriken „holprige, denglische Ausdrucksweise (Wenn du mit einem Charakter endest, den du uninteressant findest oder der dir zu spielen keinen Spaß bereitet, wird dein Vergnügen am Spiel leiden)“ sowie „problematische Begrifflichkeiten (novice als Novize statt Anfänger oder Neuling)“ zuordnen.

Leider muss ich sagen, dass ich den Eindruck mehrheitlich teile. Dabei tritt das WTF?-Gefühl beim Lesen, wenn man über gewisse Formulierungen stolpert, so gehäuft auf, dass es in einer doch ein Dutzend Seiten umfassenden Leseprobe kein Zufall und auch nicht einfach ein schlecht gewählter Ausschnitt sein kann (was bei einer explizit als Leseprobe herausgegebenen Passage sowieso keine sinnvolle Ausrede wäre).

Der komplette allererste Absatz, den man überhaupt zu lesen bekommt, ist so verbaut, dass man nicht gerade Lust bekommt, noch viel weiterzulesen. Oder, frei nach der Leseprobe: „Wenn du mit einem Absatz anfängst, den du uninteressant findest oder der dir zu lesen keinen Spaß bereitet, wird dein Vergnügen am Spiel leiden.“

Wenn das Teil wie angekündigt zur RPC in drei Wochen erscheinen soll, ist es vermutlich schon gedruckt und es lässt sich nichts mehr dran machen. Schade. Wie oben verlinkte Beurteilungen möchte aber auch ich versöhnlich schließen: Unbrauchbar ist die Übersetzung damit beileibe nicht – nur eben auch nicht besonders schön. Wenn einem die reine Mechanik des spaßigen und schnellen Systems also sowieso wichtiger ist als die Ausdrucksform, wird man vermutlich gut damit leben können.

Und hey, ziemlich klug war es immerhin mal, in die Leseprobe direkt den Charakterbogen zu integrieren. Dafür auf jeden Fall einen facebookblauen Daumen nach oben.

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Truant translates Titansgrave!

Titansgrave CoverSeit vorgestern ist es offiziell: Mario Truant veröffentlicht mit seinem Verlag Truant Spiele sowohl das AGE-System als auch Titansgrave. Ersteres auch laut Obskures zur RPC Ende Mai, letzteres auf einer späteren Con.

Alle Hintergrundinfos dazu, was dieses Spiel ist und woher man es unbedingt kennen sollte, findet ihr in meiner Raterunde.

Da bleibt mir nur noch, Mario viel Erfolg zu wünschen. Jetzt aber erst einmal five gold and a party!


Truant translates Titansgrave?

Titansgrave Cover

Cover der englischen Version

Die Internerdlegende Wil Wheaton hat sein eigenes, auf dem FantasyAGE-System basierendes Rollenspiel namens Titansgrave (Möchten Sie mehr wissen?) verschriftlicht. Eine wahrhaft fantastische Nachricht für die deutschen Fans der Rollenspiel-Let’sPlay-Webserie dürfte sein, dass sowohl das grundlegende Regelwerk des Systems als auch der Titansgrave-Hintergrundband übersetzt werden, wie Obskures heute Morgen leakte. Was er aber – wohl aufgrund entsprechender Absprachen – nicht verraten wollte, war der Verlag, der für die Übersetzung und den Vertrieb in Deutschland zuständig sein wird.

Die Vermutung, dass sich der Uhrwerk-Verlag dessen annimmt, war schnell vom Tisch. Dann kam die Vermutung auf, ein „neuer“ Verlag im Rollenspielbiotop könnte hiermit seinen fulminanten Einstand feiern.

Dies wurde jedoch schnell verneint:

Jedoch könnte die Tatsache, dass Mario Truant diese Meldung retweetet hat, die Frage jetzt auflösen.

Demnach wäre der tatsächlich relativ neu (wieder)gegründete Verlag Truant Spiele für die deutsche Version von Titansgrave verantwortlich und dies sein erstes Rollenspielprodukt nach dem Neustart.

Die These könnte dadurch gestützt werden, dass Obskures davon spricht, dass besagter Verlag schon andere „kultige“ Rollenspiele in Vorbereitung hat. Ich habe keine Ahnung, ob und von wem das RPG Kult möglicherweise reanimiert werden könnte, aber einst hat Truant Games die erste Auflage gebracht und Ulisses Spiele die Wiederauflage – zu der Zeit, als Mario Truant dort noch Verlagsleiter war.

Natürlich ist das alles immer noch Spekulation. Wir dürfen also weiterhin gespannt sein.