Steady Progress: Zaxara Innistrad: Midnight Hunt

In Kürze erscheint mit Innistrad: Mitternachtsjagd eine neue Magic-Edition. Wir begutachten in der Reihe Steady Progress die darin enthaltenen Karten plus die neuen Karten aus den beiden zugehörigen Commander-Fertigdecks. Wie immer schauen wir genau hin, ob wir passende Neuzugänge für ein Deck um Zaxara, the Exemplary unter ihnen erhaschen können.

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Zunächst einmal gibt es einen neuen Länderzyklus, der im Set eingeführt wird. Die Slowlands scheinen für die meisten Commander-Runden recht gut geeignet zu sein. Da Mitternachtsjagd jedoch nur die fünf freundfarbenen Länder beinhaltet, ist das einzige in unserer Farbkombination verfügbare Land das Shipwreck Marsh – die restlichen, feindfarbenen Exemplare werden vermutlich dann in Innistrad: Blutroter Bund folgen.

Um Länder leichter zu finden und verlässlicher ausspielen zu können, erlaubt Augur of Autumn, oben auf die Bibliothek zu linsen und Länder auch von dort zu nehmen. Kontrolliert man mindestens drei unterschiedlich starke Kreaturen, gilt dieser Kartenvorteil auch für Kreaturenzauber. Auch wenn kaum ein Zaxara-Deck allzu große Probleme dabei haben sollte, zwei oder drei verschieden große Hydren zu produzieren, ist der Augur also eher für kreaturenlastigere Versionen wie Hydren-Tribal geeignet.

Aber man will Länder ja nicht nur einfach ausspielen, sondern auch herausrampen. Dafür hat Mitternachtsjagd zunächst den Path to the Festival für uns. Dabei handelt es sich vordergründig um einen ein Mana teureren Rampant Growth, der jedoch zusätzlich Hellsicht 1 anwenden lässt. Dies erinnert in gewisser Hinsicht an Peregrination, das analog zu Cultivate steht und das kaum bis gar nicht verwendet wird. Path to the Festival hat jedoch eine eingebaute zweite Anwendung in Form von Rückblende, die für fünf Mana gewirkt werden kann. Ob diese Geheimwaffe dafür sorgt, dass dieser Spruch spielbar ist, gilt es, von nun an herauszufinden.

Nicht wirklich als früher Ramp geeignet, sondern wohl eher dafür gedacht, das Endspiel einzuleiten, ist Celebrate the Harvest. Vermutlich werden die Hydren, die Zaxara existieren lässt, kaum alle gleich groß sein, sodass das Erntefest recht üppig ausfallen sollte – aber natürlich nur dann, wenn das Deck genügend Standardländer enthält.

Eine weitere Option für viel mehr Mana ist Heronblade Elite, die aufgrund chronischem Menschen-mangel in üblichen Zaxara-Decks jedoch nur dann wirklich sinnvoll ist, wenn man zahlreiche Effekte wie Ozolith oder Death’s Presence (letzteres übrigens als Reprint im Mitternachtsjagd-Commanderdeck enthalten) nutzt, um sie so auf Umwegen wachsen zu lassen. Ohne eine kritische Masse an solchen Möglichkeiten lohnt es sich aber vermutlich nicht, damit zu experimentieren.

Selbst nicht direkt Ramp, aber dennoch hilfreich dafür ist der Moonsilver Key. Ob er den frühen Sol Ring sucht, um gegenüber jemandem aufzuschließen, der ihn auf der Starthand hatte, oder die Elementalist’s Palette während des Aufbaus, oder auch die Chromatic Orrery für einen schnellen Schub an Mana im späteren Spiel, er findet zu jedem Zeitpunkt das richtige Mana-Artefakt in eurem Deck. Der Schlüssel ist also erneut eine Karte, die in bestimmten Exemplaren von Zaxara-Decks sinnvoller ist als in anderen; nämlich in solchen, die mit verschiedenartigen Mana-Artefakten rampen. Andererseits könnte er auch einfach eine Möglichkeit bieten, wenn man nur ein oder zwei persönliche Lieblingsstücke für alle Lebenslagen spielt, diese auch leichter zu finden.

Beute machen

All das Mana kann dann in exorbitant große Effekte geleitet werden. Drown in Dreams zieht nicht nur Karten, sondern kann auch eigene oder gegnerische Bibliotheken millen. Bei der eigenen ist dies nur dann zu empfehlen, wenn man generell ein Friedhofs-Subthema spielt oder bereits eine Einzelkarte wie Long Rest oder Agadeem’s Awakening auf der Hand gehalten wird. Obwohl recht viele ähnliche Karten in jüngerer Vergangenheit gedruckt wurden (vergleiche hierzu auch die vorherigen Ausgaben von Steady Progress zu Zaxara), steht diese hier dennoch an exponierter Stelle, da sie auch als Gewinnmöglichkeit eingesetzt werden kann, indem ein*e Gegner*in X Karten ziehen und zweimal X Karten millen gelassen wird. Der Wert für X, der benötigt wird, um verdreifacht eine Bibliothek komplett zu leeren, ist in Zaxara-Decks durchaus erreichbar.

Eine weitere Möglichkeit, an mehr Karten zu kommen, bietet Mask of Griselbrand. Eine damit ausgerüstete große Hydra (oder andere Kreatur) kann sich damit nicht bloß zum Angriff in die Lüfte schwingen, sondern auch noch Lebenspunkte auffüllen. Die werden auch benötigt, denn sollte diese Kreatur sterben, können Lebenspunkte in Höhe ihrer Stärke eingesetzt werden, um ebenso viele Karten zu ziehen. Dabei würde ich jedoch ohne genügend Opfereffekte im Deck die Kartenzieh-Fähigkeit als zu sperrig bewerten, um sie wirklich als verlässliche Kartenzieh-Option beim Deckbau zu betrachten.

Findet ihr, dass sich Zaxaras Jagd nach neuem Kartenfutter gelohnt hat? Welche Beutestücke konnten mir bei der Hatz entkommen? Und welche davon werdet ihr in eure Höhle schleppen? Lasst es mich in der Kommentarsektion oder über die bekannten Social-Media-Kanäle wissen.

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